wie wir wohnen

Aus Drachenschuppen wurden Drachenschränke! Gefördert von: PSS-Zukunftsinitiative Stadtteil!

KUNSTKURS PORTRAIT

Toilettentrilogie an der Erika-Mann-Grundschule Gefördert mit Mitteln der Zukunftsinitiative Stadtteil, Teilprogramm “Sozialen Stadt”, QF 3

Dozent: Nikos Kalaitzis
Berlin, 01.03.2009 – 30.07.2010

DAS PROJEKT

Die Portraits, die der Maler Nikos Kalaitzis mit Kindern der Erika-Mann-Grundschule erarbeitet hat, sind Schnappschüsse; Bilder wie Momentaufnahmen – aus Fotografien und der Phantasie der Kinder sublimiert. Kalaitzis Herangehensweise, den Kindern das umfassende Thema Portrait näherzubringen, war nicht die eines Lehrers, sondern aus der Perspektive des Künstlers heraus – spielerisch, intuitiv und experimentell.

Die Schüler sollten ihre eigene Sichtweise, ihre persönliche Wahrnehmung mit bildne- rischen Mitteln umsetzen. Gerade durch die beeindruckende Unvoreingenommenheit der Kinder entstanden ehrliche, ungefilterte Bilder – bei denen es nicht um die Individualisierung einzelner Personen geht, sondern vielmehr um ihre Typisierung.

Die fertigen Bilder, wurden in den Jungen- toiletten über den Pissoirs aufgehängt. Hiermit wurde beabsichtigt die Toiletten aufzuwerten und damit das Hygieneverhalten der Schüler zu verbessern. Was sich bestätigt hat.

KUNSTKURS PORTRAIT

Toilettentrilogie an der Erika-Mann-Grundschule Gefördert mit Mitteln der “Sozialen Stadt”

Dozent: Nikos Kalaitzis
Berlin, 01.03.2009 – 30.07.2010

DIE METHODE

Vor dem Malen wurde erst mit Faser- und Aquarellstiften sowie Aquarellkreiden auf Papier gezeichnet. Es sollte nicht mit Bleistift vorgezeichnet werden. So wurde ein wegradieren verhindert und die Sicherheit der Kinder in der Linienführung gefördert. Mit der Linie wurden die Proportionen und Details studiert, die ersten Ideen festgehalten, vertieft und erweitert. Jeder Schüler hatte so die Möglichkeit, seine eigene Handschrift und seinen individuellen Ausdruck zu finden und zu entwickeln. Die Einzigartigkeit eines jeden Schülers spiegelte sich im Umgang mit Form und Farbe wider. Kalaitzis war dabei wichtig, dass die Schüler keinen Stil aus der Kunstgeschichte, oder Comicvorlagen aus der Popkultur kopieren, sondern ihrer eigenen Handschrift und Bildidee folgen.

Diese Vorstudien gaben den Schülern die nötige Grundlage, um dann auch direkt mit Farbe zu arbeiten. Die Schüler hatten die Wahl von Fotos abzumalen, oder aus der eigenen Phantasie Bilder zu kreieren. Wobei alle Schüler bevorzugten aus der persönlichen Vorstellung heraus zu malen.

Die Portraits überzeugen vor allem durch den vielschichtigen Farb,- und Formeneinsatz. Das im Kurs erarbeitete Bildvokabular ist ein gutes Grundgerüst, auf dem die Schüler jetzt aufbauen können.

KUNSTKURS PORTRAIT

Toilettentrilogie an der Erika-Mann-Grundschule Gefördert mit Mitteln der “Sozialen Stadt”

Dozent: Nikos Kalaitzis
Berlin, 01.03.2009 – 30.07.2010

DIE TECHNIK

Vorgrundierte MDF-Platten mit Transparent- lack imprägniert, damit sie für die Feuchträume geeignet sind. Auf diesen Platten wurde mit Acrylfarbe gemalt. Diese trocknet schnell an, was sich gut eignet für ein rasches arbeiten innerhalb einer Schulstunde. Außerdem besitzt sie eine besonders starke Leuchtkraft, die den Kindern gut gefällt.

Die Schüler experimentierten beim Farbauftrag mit Pinseln, Spachteln, Schwämmen und Farbrollen, aber malten auch direkt mit der Farbflasche, den eigenen Händen und probierten unterschiedlich Spritztechniken aus.

KUNSTKURS PORTRAIT

Toilettentrilogie an der Erika-Mann-Grundschule Gefördert mit Mitteln der “Sozialen Stadt”

Dozent: Nikos Kalaitzis
Berlin, 01.03.2009 – 30.07.2010

STATEMENTS VON SCHÜLERN

Temuulen:

“Es macht mir Spass, weil man mit den Händen malen oder etwas schreiben kann (auf T-Shirts zum Beispiel Logos oder Zahlen). Am meisten gefällt mir am Portraitmalen, dass man Menschen abmalen oder ausdenken kann. Ich habe gelernt, dass man Bilder immer verändern kann und verschiedene Kleider malen kann. Man muss nicht unbedingt schön malen und ich finde es sehr, sehr gut, dass man mit vielen bunten Farben ausmalen und andere Personen zeichnen kann. Was ich mag: eine Mischung aus einem Star und andere Leute. Es macht riesig SPASS!!!!!!!!!!! Am coolsten fand ich, dass ich mit Stella auf einer Platte gemalt habe.”

Stella:

“Es hat mir sehr viel Spass gemacht, weil wir immer was verschiedenes gemalt oder einfach lustige Bilder gemalt haben. Manchmal wenn ich ein Buch lese, sind da Bilder drin und daher kriege ich die Ideen was ich dann malen möchte. Es hat mir gefallen, dass wir auch NEONFARBEN benutzen durften. Ich habe meistens mit Temuulen zusammengemalt. Wir haben am Anfang von Fotos abgemalt, meistens Promis, wie z. B. Pink, Robbi Wiliams, Michael Jackson, das fand ich langweilig. Dann haben wir bald auf Platten gemalt. Meistens haben wir auch T-Shirts oder Kleider gemalt. Ich habe gelernt, dass wir nicht immer schön malen sollen, es kommt nicht darauf an, wie wir malen.”

Gülcem und Gizem:

“Es hat mir gefallen, dass man mit bunten Farben malen durfte. Es hat Spass gemacht Portraits anzumalen. Ich habe mit Pinsel und mit der Flasche gemalt.”

www.nikoskalaitzis.de